Vom 26. Juni 2002 bis zum 07. Juli 2000 hat eine Delegation des Partnerschaftsvereines unsere estnischen Freunde besucht. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen haben ihre Eindrücke wieder in Tagesberichten zusammengefasst:
Tagesbericht vom 26. Juni 2002
Geschrieben von Björn Böken
Als erstes hatten wir gegen 13.30 Uhr eingemeinsames Mittagessen in der Mensa. Wir haben
alle das Gleiche gegessen, nämlich Nudeln und Gulasch mit Salat und Apfelmus.
Um etwa 15.00 Uhr sind wir in Geilenkirchen von der Schule aus losgefahren, mussten
aber schon nach wenigen Minuten Busfahrt umdrehen, weil eine Tasche vergessen wurde.
Danach ging es dann endlich los, aber zunächst nur Richtung Düren (wo sich der
Hauptsitz des Busunternehmens befand), weil die Busfahrer dort noch etwas in den Bus
laden mussten. Dann ging es aber endlich Richtung Warschau (der Hauptstadt Polens) und
somit auch Richtung Estland. Es wurden etwa alle zwei bis drei Stunden Pausen gemacht,
die die lange Busfahrt glücklicher Weise ab und zu auch mal unterbrachen. Zwischen
24.00 Uhr und 1.00 Uhr nachts sind wir dann über die deutsch-polnische Grenze gefahren.
Planmäßig sollten wir eigentlich morgens gegen 8.00 Uhr in Warschau ankommen,
wir sind dort aber erst gegen 11.00 Uhr am Vormittag angekommen.
Tagesbericht vom 26. Juni 2002
Geschrieben von Damian Schnitzler
Wir sind um 15.00 Uhr von der Schule abgefahren. Da wir etwas vergessen hatten, fuhren wir
kurze Zeit später wieder am Schulhof an. Zum zweiten mal fuhren wir von der Schule
nach Estland ab. Ich saß in der letzten Reihe ganz links und habe mich mit den Beiden
neben mir sofort angefreundet. In Düren an einem Busuntenehmen haben wir die erste
Pause eingelegt. Die Erwachsenen legten eine Raucherpause ein, aber ich blieb im Bus sitzen.
Im Anschluss daran fuhren wir auf die Autobahn und meine Nachbarn tranken ein kühles
Bier. Wir aßen im Bus und machten ab und zu Rast, um unsere Notdurft zu erledigen.
So fuhren wir in Richtung Warschau und passierten die deutsch-polnische Grenze. So
allmählich schlief jeder im Bus ein. Am nächsten Morgen erreichten wir Warschau.
Tagesbericht vom 27. Juni 2002
Geschrieben von Jenny Böken
Nach einer Fahrt quer durch Deutschland fuhren wir nachts über die Grenze nach Polen.
Da Polen noch nicht in der EU ist, mussten wir an der Grenze länger warten, um nach
Polen einzufahren. Die Fahrt durch Polen war sehr interessant, da Polen landschaftlich sehr schön ist. Am Vormittag nahmen wir Kurs auf Warschau.
Über diese Stadt berichtete auch unsere "Nachrichtensprecherin"
Frau Wollenhaupt. Nach ihrem Bericht haben wir einige Filme über den Kniefall von
Warschau des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, über das Warschauer Ghetto und
über Warschau generell angeschaut.
Danach wurde der Tagesverlauf über das Mikrofon vorgelesen:
Gegen Mittag wurden wir von einem Polizisten angehalten, der behauptete, dass wir
5 km/h zu schnell gefahren sind. Nachdem er 200 Zloty (das ist die polnische Währung)
bekommen hatte durften wir weiterfahren. Der Rest der Fahrt war sehr harmonisch, viele
lasen ein gutes Buch, spielten Karten, unterhielten sich oder schliefen einfach nur.
In Warschau angekommen nahmen wir eine Studentin von der Warschauer Uni, die Kunst studiert
auf, mit der Charly (Karl-Heinz) schon per E-Mail Verbindung aufgenommen hatte, und mit der
vereinbart worden war, dass sie uns durch ihre Heimatstadt Warschau führen wird. Wir
fuhren durch Warschau und sahen das Theater, die Oper, das alte Rathaus, den Kulturpalast,
der von Stalin geschenkt worden war und den großen Markt. Als wir die Straße,
die nach dem Mann benannt ist, der 1944 den großen Ghettoaufstand angeführt hat,
der leider später von den Nazis niedergeschlagen worden ist, der vielen armen
und doch tapferen Menschen, sogar Kindern, den Tot brachte und doch ein vergebenes
Unternehmen war, entlang fuhren, sagte unsere Führerin, dass wir auf dem ehemaligen
Ghettogelände sind. Wir fuhren weiter zum Ghettodenkmal; das ist die Stelle, wo Willy
Brandt, Ex-Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, am 17.12.1970 einen Kranz
niederlegte und den in der Geschichte oftmals erwähnten "Kniefall von
Warschau" als Zeichen der Bitte um Vergebung für das, was während des
Naziregimes auf der ganzen Welt, besonders im Warschauer Ghetto geschehen ist, und als
Bitte um Entschuldigung für Misshandlung, Menschenrechtsverletzung und Vernichtung,
gemacht hat.
Als wir am Ghettodenkmal angekommen waren, gingen Verena Dreschers und Rouven Simons mit
dem Blumengesteck, das uns das Blumenhaus Stahl aus Geilenkirchen gestiftet hat, nach vorn
und legten ihn am Ghettodenkmal nieder. Danach machten wir noch ein paar Gruppenfotos,
stiegen in den Bus und fuhren weiter. Endlich steuerten wir unser eigentliches Ziel an:
den Busparkplatz, wo die Fahrer ihre Schlafpause machen sollten. Als wir am Busparkplatz
angekommen waren, sollten alle aus dem Bus aussteigen, und nur das mitnehmen, was sie
wirklich brauchten.
Dann konnten wir in Gruppen durch Warschau bummeln. Wir durften uns nicht verlieren, denn
Warschau ist eine sehr große Stadt. Meine Gruppe (bestehend aus Norina und Herr
Schlößer, die unsere Aufsichtspersonen waren, Verena Dreschers, Jessica (Jessi)
Tasch, Charles Stansbury, René Zang, Steven Parsche und mich) steuerte, nachdem wir in die
Altstadt gegangen waren, zuerst eine Bank an, um unsere Euros in Zloty umzutauschen.
Während Norina und Herr Schlößer in die Bank gingen, um das Geld zu
wechseln, mussten wir draußen warten. Wir gingen danach durch die Stadt in Richtung
Ghettodenkmal, wo wir uns am Abend um 20.00 Uhr treffen wollten. Die Stadt Warschau hat
viele schöne alte und neue Denkmäler, Häuser und Hotels. Für Fotomotive
war bestens gesorgt. Später am Nachmittag gingen wir alle in ein Restaurant essen.
Danach ging es weiter durch die Stadt. Wir bummelten unserem Ziel entgegen. Um 18.45 Uhr
kamen wir am Ghettodenkmal an. Einige Leute aus unserer Reisegruppe waren auch schon da.
So gegen 20.00 Uhr waren alle Teilnehmer am Treffpunkt angekommen. Leider fing es an zu
regnen und der Bus war immer noch nicht in Sicht. Doch unser Warten hatte sich gelohnt.
Der Bus lud uns ein und weiter ging die Fahrt nach Estland, wo unsere estnischen
Gastfamilien ungeduldig auf uns warteten .
Tagesbericht vom 28. Juni 2002
Geschrieben von Rouven Simons
Um 2.40 morgens fuhren wir von Polen über die Grenze nach Litauen. Die litauische
Landschaft war sehr schön. Vormittags überquerten wir die Grenze zwischen Litauen
und Lettland. Mittags gab es ein Problem in Lettland, wir durften mit dem Bus nicht über
eine Grenzstation, weil eine Brücke dahinter restauriert wurde und für unseren Bus
unpassierbar war. Aus diesem Grund mussten wir ein anderen Weg wählen. Am frühen
Nachmittag waren wir endlich in Estland. Wir mussten in Estland an der Grenze aussteigen
und unsere Pässe zeigen. Nach der Weiterfahrt hatten wir uns zu beeilen, denn um
14:00 mussten die Busfahrer wieder acht Stunden Pause machen. Um 14:00 Uhr sind die
Busfahrer zum Glück dann doch noch weiter gefahren. Während der Fahrt nach
Tabivere konnten wir uns schon viel Landschaft und Wälder ansehen, auch viele Störche
zeigten sich am Straßenrand. Abends sind wir dann an der Tabivere Keskkool angekommen.
Dann haben uns unsere Gastgeberfamilien an der Tabivere Keskkool abgeholt. Danach waren wir
noch bei unseren Gastgeberfamilien. Mein Gastgeber Ivo hat mir sein Dorf Maarja, in dem er lebt, gezeigt.
Abends bin ich todmüde ins Bett gefallen.
Tagesbericht vom 28. Juni 2002
Geschrieben von Kristina Burgardt
Auf dem Weg zur litauisch-lettischen Grenze haben wir uns verfahren. Wir sind mindestens
drei Stunden durch die Gegend gefahren, doch wir haben es geschafft. Aber es hätte
niemand von uns ahnen können, dass wir uns in Lettland noch einmal verfahren. Da
unser Navigationssystem etwas geschwächt war, hatten wir die Möglichkeit, eine
Kirche von der rechten, von vorne und von der linken Seite zu betrachten und unser
Zeitplan daher auch nicht mehr stimmte, kam zu allem Übel noch hinzu, dass die
Busfahrer wieder andeuteten, ihre acht Stunden Pause machen zu müssen.
Das war aber noch nicht alles, es kam im Bus eine heftige Diskussion auf!
Es wollten einige einen Film sehen, doch andere waren der Meinung, dass die
Aussicht besser wäre. Schließlich hatten viele noch nie in Ihrem Leben einen
lebendigen Storch gesehen. Doch nach dieser kurzen Meinungsverschiedenheit wurde der Film
doch gezeigt. Da erreichten wir die lettische Grenze und durch Lettland waren wir auch
schnell durch. Als wir die estnische Grenze passiert hatten dauerte es nicht mehr lange,
bis wir an der Schule in Tabivere ankamen, wo wir von unseren Gasteltern empfangen wurden.
Nach dem Empfang in der Schule fuhren wir zu unseren Gasteltern, wo auf uns die lang
ersehnte Dusche wartete. Das witzige an der ganzen Sache war, dass sie uns so gegen 12.00 Uhr
mittags erwartet hatten und wir nun pünktlich zum Abendbrot um 20.00 Uhr angekommen waren.
Tagesbericht vom 29. Juni 2002
Geschrieben von Charles Stansbury
Am Samstag Morgen ging es zum Sängerfest nach Tallin. Es schien, als ob halb Estland
da war, soviel war da los. Es gibt auch ein größes Sängerfest, das aber
nur alle fünf Jahre stattfindet, zuletzt 1999. 300000 Menschennahmen nahmen damals daran
teil. Zur Eröffnung wurde ein Feuer entfacht. Als das Feuer danach brannte, wurde die
Nationalhymne gesungen. Dann fing das Fest an. Viele Besucher kannten die Lieder und
sangen mit. Es waren auch noch Sänger und Gruppen aus den anderen baltischen Staaten
anwesend, aus Litauen und Lettland. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt,
man konnte dort viel verschiedene Dinge essen und trinken. Der Tag ging schnell vorüber
und abends ging es wieder zur Gastfamilie.
Tagesbericht vom 29. Juni 2002
Geschrieben von Frederic Dreschers
Samstag Morgen sind wir etwa gegen 10.00 Uhr an der Schule abgefahren. Wir sind dann etwa
drei Stunden nach Tallinn zum Sängerfest gefahren. Wir waren etwa um 12.45 Uhr dort.
Da das Sängerfest erst um 17.00 Uhr begann, durften wir noch etwas in die Stadt.
Als wir dann in der Stadt waren, sind wir in den einzelen Gruppen essen und shoppen gegangen.
Dann sind wir gegen 16.30 Uhr wieder hoch zum Sängerfest gegangen. Da einige nicht
reingingen, bin auch ich nicht hineingegangen. Wir haben dann im Bus noch etwas geredet bis
die anderen kamen und um etwa 21.15 Uhr sind wir wieder nach Hause gefahren.
Tagesbericht vom 30. Juni 2002
Geschrieben von Verena Dreschers
Wir waren gegen 1.00 Uhr am See und haben ein Lagerfeuer gemacht. Melanie, Frederic, Steven
und ich waren im See schwimmen. So gegen ca. 3.00 Uhr sind wir nach Hause gegangen. Wir
sind gegen 13.00 Uhr mit den Taxi zum Herr Braun nach Kuremaa gefahren, um Fußball
zu schauen. Herr Braun und Mare hatten viel vorbereitet.
Deutschland hat gegen Brasilien gespielt, in der ersten Halbzeit stand es 0:0 und nach der
zweiten Halbzeit stand es 0:2 für Brasilien. Als das Spiel aus war sind wir nach Hause
gefahren. Später sind wir zum noch zum See gefahren. Da waren wir lange.
Frederic, Melanie, Steven, Konrad, Angelika und ich sind Boot gefahren. Als wir zurück
fahren wollten, ist Melanie fast ins Wasser gefallen. Nach einiger Zeit sind wir nach
Hause gefahren. Als wir (Melanie, Frederic, Jannika, Merelin und ich) zuhause waren haben
wir gegessen. Anschließend sind wir in die Sauna gegangen. Zuerst Frederic, dann Melanie
und ich, zum Schluss die anderen beiden. Als Melanie und ich in der Sauna waren, war nach
einer kurzen Zeit eine Hornisse drin, wir haben uns sehr erschrocken. Da haben wir sie
sofort rausgetan. Danach haben wir uns geduscht. Wo wir uns angezogen haben, haben wir die
Handtücher in die Sauna zum trocknen gelegt. Als ich die Handtücher herausholen
wollte, lag wieder eine Hornisse auf den Boden. Dann sind wir schlafen gegangen.
Tagesbericht vom 30. Juni 2002
Geschrieben von Jessica Tasch
Der Tag war in den Familien, ich und meine Gastfamilie und noch ein paar andere sind mit
dem Bus nach Äksi gefahren. Denn da sollte ein Fest sein. Als wir dort angekommen sind,
haben wir (Deutschen) uns unterhalten und haben dann den Gastfamilien gesagt, dass wir
gerne bei Herrn Brauns Gastfamilie Fußball gucken wollten. Die Esten fanden das ganz
in Ordnung, nur dass wir dann wieder nach Äksi kommen sollten. Dann sind wir 7 km zu
Fuß zurück nach Tabivere gegangen, und das in nur 40 Minuten. Als wir dann endlich
an der Schule ankamen, stand da kein Taxi, denn wir wollten mit einem Taxi nach Kuremaa fahren.
Also hieß es erst mal groß rumtelefonieren.
Nach einer weile stand dann Herrn Böken mit einem Auto auf dem Schulhof und konnte zwei
Schüler mitnehmen. Dann kam endlich das Taxi. Wir haben dann noch auf dem Weg Frank eingesammelt,
und sind endlich angekommen. Als wir kamen, war das ZDF-Programm weg, aber auch dieses Problem
konnten wir beseitigen. Für die Gastfamilie gab es noch Geschenke, weil wir mit allen das
Wohnzimmer besetzen durften. Es gab Essen immer ganz viel und ganz lecker, und natürlich
wurden auch Fotos gemacht. Charly hat ein Vorher-Nachher-Foto gemacht. Das Vorher-Foto zeigt
alle gut gelaunt, in super Stimmung, und gespannt auf das Spiel. Und das Nachher-Foto zeigt alle traurig,
weil Brasilien 2:0 gegen Deutschland gewonnen hat.
Dann sind wir wieder zurück nach Äksi gefahren, wo das Fest in vollen Gange war.
Tagesbericht vom 30. Juni 2002
Geschrieben von Jakob Lang
Heute war das Fußball-Finale : Deutschland gegen Brasilien. Brasilien hat 2:0
gewonnen, somit hat Brasilien die Weltmeisterschaft gewonnen.
Auf dem Programm stand heute: In den Familien. Ich war mit ein paar Jungen Ruderboot
fahren. Aber als wir ein bisschen gerudert waren, kam ein Gewitter und wir mussten
umdrehen. Und dann haben wir drinnen gespielt .
Tagesbericht vom 02. Juli 2002
Geschrieben von Carina Thomas
Um 10.00 Uhr sind wir ab der Tabivere Keskool zur Universitätsstadt Tartu gefahren.
Da haben manche eine Führung mitgemacht. Wir sind über die Engelsbrücke und
an besonderen Statuen vorbei gegangen. Die Teufelsbrücke haben wir auch gesehen.
Nachher sind wir in den einzelnen Gruppen weiter gegangen. Unsere Gruppe ist noch ein
bisschen durch die Stadt gegangen. Wir haben etwas gegessen und waren danach noch in
einigen Geschäften. Um 16.00 Uhr hat sich die ganze Gruppe wieder am Bus getroffen.
Es war ein schöner Tag!!!!!!!!!!!!!!
Tagesbericht vom 03. Juli 2002
Geschrieben von Carina Welter
Wir sind mit der Familie nach Tartu gefahren.
Und da haben wir ein Spielzeug- und ein Tiermuseum angeschaut.
Im Spielzeugmuseum waren von allen L&aunml;ndern Puppen und andere
Sachen ausgestellt, im Tiermuseum standen sehr viele
interessante ausgestopfte Tiere. Danach waren wir in einem
Einkaufshaus. Wir sind dann zum Konzert gegangen und anschließend
waren wir in der Disco.
Tagesbericht vom 04. Juli 2002
Geschrieben von René Neues
Wir sind um 8.00 Uhr in Lähte mit dem Bus abgefahren. Die Gruppe wurde gegen 12.15 Uhr
in Pärnu, der Sommerhauptstadt Estlands entlassen. Die Gruppe 6 (meine Gruppe) hat
einen Unterschlupf gesucht, in dem man etwas essen konnte. Als wir mit dem Essen fertig
waren sind wir bei leichtem Nieselregen in der Altstadt shoppen gegangen. Zuerst sah es
nicht nach schwimmen im Meer (Ostsee) aus, als sich jedoch die Wolken verzogen, konnten
wir die letzten zwei Stunden doch noch schwimmen gehen. Gegen 17.00 Uhr war Treffen am Bus,
um die Rückfahrt anzutreten.
Tagesbericht vom 05. Juli 2002
Geschrieben von Norina Nickel
Wie ich schon vor zwei Jahren vorausgesagt habe, bin ich dieses Jahr auch wieder dabei
gewesen (schon zum dritten Mal). Mein Tag fing um 11.00 Uhr an, als Charly, Herr Böken,
Philipp, meine estnische Freundin Marina und ich gemeinsam zu dem Grab eines gefallenen
deutschen Soldaten namens Trampler in Maarja gefahren sind, und dort Blumen niedergelegt
haben. Jetzt fragen sich bestimmt einige, was es damit auf sich hat!? Als wir 1998 das
erste Mal in Estland waren, wurde uns eine Flasche mit einem Zettel übergeben, der
darauf hinwies, dass auf dem Friedhof in Maarja ein gefallener deutscher Soldat namens
Trampler beerdigt worden ist. Zu Hause hat man nach vielen Umwegen doch noch überlebende
Verwandte gefunden, nämlich den Bruder und dessen Frau, die an der tschechischen
Grenze leben. Herr Böken und Charly sind dann gemeinsam mit etwas Erde von der Grabstätte
zu den Verwandten gefahren und haben die Botschaft aus Estland übergeben. Bis zu diesem
Zeitpunkt wusste Herr Trampler zwar, dass sein Bruder irgendwo in Estland gefallen ist,
aber nicht genau wo. Es ist bei uns Brauch geworden, dass wir immer, wenn wir in Estland sind,
mit ein paar Schülern das Grab von Herrn Trampler besuchen.
Der weitere Verlauf dieses Tages war für alle anders, da jeder den letzten Tag mit
seiner Gastfamilie alleine verbringen konnte. Mit Marina und ihrer Schwester bin ich erst
einmal im See schwimmen gegangen, da es endlich einmal nach langen Regentagen sehr warm und
schön war. Danach musste ich ein bisschen packen und für die Rückfahrt
einkaufen, und schließlich haben wir alle zusammen Tortellinis gekocht.
Am Abend haben wir uns Familienfotos angeschaut und natürlich durften auch die Fotos
von den letzten Fahrten nicht fehlen.
Wie immer war die Fahrt mit ihren Höhen und Tiefen sehr schön, aber der Abschied
fällt immer schwerer. Ich werde auf jeden Fall wieder nach Estland fahren, egal ob mit
der Schule oder privat, da sich zwischen meiner estnischen Freundin Marina und mir eine
Freundschaft für´s Leben entwickelt hat.
Tagesbericht vom 05. Juli 2002
Geschrieben von Leonie Halcour
Ich bin um 8.45 Uhr aufgestanden und habe meinen Koffer gepackt. Heute bin ich bei Tina
und Triin zum Frühast&uum;ck eingeladen (das ist die Gastfamilie von Carina W. Carina T.
und Gina T.). Nach dem Frühstück sind wir in den Elistvere Loomapark gefahren.
Es war voll cool! Wir haben den Bären gesehen. Er war total süß.
Danach waren wir im Jachtclub und sind mit dem Boot gefahren. Herr Schlößer
ist mit dem Segelboot umgefallen. Am Abend haben wir gegrillt. Ich freue mich auf morgen,
denn dann fahren wir nach hause. Ich habe nämlich ganz schreckliches Heimweh!
Tagesbericht vom 06. Juli 2002
Geschrieben von Pawel Zareba
Heute war schon unser letzter Tag in Estland. Ich musste um 7.00 Uhr aufstehen, mich von
meiner Gastfamilie verabschieden und um 8.00 Uhr an der Bushaltestelle in Lähte warten.
Zuerst fuhren wir noch zu einer Burg und in einen Nationalpark. Dort gibt es alte Herrenhäuser
und alte Autos, die mir besonders gut gefallen haben. Später sind wir weiter nach
Tallinn gefahren. Auch hier gibt es noch viele schöne alte Häuser. Um 22.30 Uhr
sind wir dann auf die Fähre gegangen. Ich hatte mich schon den ganzen Tag auf das
Schiff gefreut. Die Fähre hatte neun Decks. Im ersten Deck war ein Schwimmbad und eine
Sauna, im siebten Deck konnte man nach draußen gehen und im neunten Deck befand sich
eine Disco. Irgendwann in der Nacht sind wir dann in unsere Kabinen schlafen gegangen.
Tagesbericht vom 07. Juli 2002
Geschrieben von Nils Schiffers
Heute am Sonntag den 07.07.02 fahren wir noch mit der Fähre und kommen heute ca.
um 18.30 Uhr in Rostock an. Auf der Fähre (Finnjet) ist es sehr schö, da es
ein sehr modernes Schiff ist. Die Decks sind mit Spielautomaten ausgestattet und ein
kleines Schwimmbad gibt es auch. Um 18.30 Uhr sind wir dann in Rostock angekommen und
sogleich wieder in den Bus gestiegen, um die Heimreise anzutreten.
Von Rostdock haben wir nicht viel mitbekommen, weil es dunkel geworden ist.